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Impressum

Einsatz Abblaseschalldämpfer mit / ohne  Druckentspannungsstufen

                       

Bei freiem Abblasen von unter Druck stehenden dampf- oder gasförmiger Medien wird kinetische Energie in Form von Wechselschwingungen großer Druckamplituden frei. Dieser Effekt verursacht bereits bei geringen Abblasemengen (500 – 1000 m³/h) und relativ geringen Druckentspannungen (1 – 2 bar ) relativ hohe Schalldruckpegel von - je nach Anwendungsfall - ca. 115 bis 125 dB(A) in 1m Abstand von der Abblaseöffnung (z.B. Rohrleitung). Bei größeren Mengen und stärkeren Entspannungen – auch bei Sicherheitsventilabblasungen - steigt der Schalldruckpegel bis 150 dB(A).

Diese Geräuschabstrahlung kann mit Abblaseschalldämpfern, vorzugsweise mit Druckentspannungsstufen wirksam reduziert werden.

[ weitere Bilder siehe Refenzen... ]

Die Wirksamkeit der Geräuschminderung von Abblaseschalldämpfern beruht im wesentlichen auf einem Drosselsystem unmittelbar hinter dem Schalldämpfer-Eintrittsrohr (Mehrstufen-Entspanner) mit nachgeschaltetem Absorberteil, ähnlich dem Kulissenschalldämpfer.

               

Beim Entspannungsteil durchströmt das Medium mehrere, zylindrische – auf den Anwendungsfall speziell ausgelegte - Lochzylinder. Somit wird gezielt und akustisch optimiert das Medium entspannt. Die Zahl und die Ausführung (Lochung, Abstand) der Entspannungsstufen wird nach der Höhe des Vordruckes und der geforderten Geräuschminderung berechnet, aber auch Parameter wie Temperatur und Wellenlänge gehen in die Berechnung ein. Bei entsprechender Dimensionierung der Entspannungsstufen und der nachgeschalteten absorbierenden Schalldämpferkulissen können Schallpegelminderungen von 60 dB erzielt werden.

Zur Auslegung der Schalldämpfer werden folgende Informationen benötigt:
• Gas- oder Dampfmenge je Stunde
• Temperatur und Druck vor dem Ventil
• Zulässiger Schalldruckpegel am Immissionsort (bitte Entfernung angeben), z.B. 85 dB(A) in 1m Abstand
• Durchmesser des Eingangsrohres (fall vorgegeben)

Bei Abblaseschalldämpfern für Sicherheitsventile ist auf den zulässigen Gegendruck der sich durch die Druckentspannungsstufen aufbaut zu achten. Die meisten Sicherheitsventile lassen Gegendrücke von 10 bis 15 % des Ventil-Ansprechdrucks zu.

Dieser Wert sollte nahezu ausgenutzt werden aus folgendem Gründen:
- die Druckdifferenz „über“ das Ventil ist geringer
- die Rohrleitungen hinter dem Ventil können kleiner dimensioniert werden
- die Schalldämpfer können optimal ausgelegt werden

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HINWEIS: Ausblaseschalldämpfer:
Um Dampfleitungen oder Turbinenleitungen während der Inbetriebnahme einer Kraftwerksanlage sauber zu blasen (ausblasen) wird Dampf mit möglichst hoher Geschwindigkeit durch die Leitungen gedrückt. Um den Lärm an der Öffnung der Leitung zur Atmosphäre hin zu reduzieren werden Ausblaseschalldämpfer eingesetzt. Ausblaseschalldämpfer sind vom Prinzip her aufgebaut wie Abblaseschalldämpfern unterscheiden sich jedoch mit folgenden Punkten:

1.Entspannungssystem im Schalldämpfer ausgelegt auf maximale Strömungsgeschwindigkeit in der Leitung
2.Vorzugweise ohne Absorptionkulissen (Baugröße)
3.Demontierbarer Entspanner (Austausch, Reparatur)

                   

Beispiel für die Dimensionierung:
Wenn der Kessel auf ca 40 bar / 450 °C ausgelegt ist, sollte die Leitung gem. VGB Richtlinie mit ca. 20 - 25 bar / 400°C ausgeblasen werden. Wird der Schieber / das Ventil zum Ausblasen innerhalb kurzer Zeit (ca. 10 Sek) aufgefahren, stellt sich eine Dampfmenge ein, die völlig unabhängig von der Kesselleistung ist. Die Menge wird allein durch die Druckverluste der Leitungen, d.h. den Kv Wert des Abblasesystems bestimmt. Aufgrund von Erfahrungen, Berechnungen und Messungen an ähnlichen Anlagen wird sich hier eine Dampfmenge von ca 100-120 t/h für eine Abblasezeit von ca 10min einstellen (abhängig von Kesselgröße). (Basis: Leitung DN 200)

Leihschalldämpfer:
Für 1malige Ausblasevorgänge können Sie sich bei uns einen Schalldämpfer ausleihen. Der Leih - Schalldämpfer hat einen Anschluß von DN 250, um die Strömung z.B. in einem DN 200er Rohr auf ein Maximum zu bringen. Die Leihgebühr beinhaltet die Überholung und Inspektion ggf. Reparatur des Schalldämpfer nach der Rückgabe, inkl. Ultraschall- und ggf. Röntgenprüfung der kritischen Schweißnähte.